Muttertier trifft auf Herztier

Es ist fast eine Schande, dass ich vorher noch nie ein Buch von Herta Müller gelesen habe. Nicht nur, weil sie den Literaturnobelpreis erhalten hat und tatsächlich den Mädchennamen meiner Großmutter trägt. Sondern auch, weil wir die selben staubigen Straßen unsere Heimat nennen. Und dann lag es als Geschenk in meinem Briefkasten und nun stehe ich berührt und auch verstört vor einem Buch in einer Sprache, die ich so noch nirgendwo gelesen habe. Ich war zu jung für Politik, als wir das Land damals 1984 verließen. Als ich geboren wurde, hatte sie schon viele Verhöre hinter sich. Heute erst erfahre…

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VIDEO: Interview Birgit Kelle bei BILD TV zu #allesdichtmachen

Die Aktion #allesdichtmachen hat große Kontroversen verursacht in der deutschen Medienlandschaft. Dürfen die das, diese Schauspieler? Sich mit Satire, Polemik und Zynismus in Videoform äußern. Und das auch noch kritisch zur Coronapolitik? Das linke Establishment ist verstört, über sich selbst und die eigenen Kollegen. Früher war Kunst gegen das System gerichtet. Heute soll sie nur noch systemkonform sein. Ja, auch die Linke hatte früher mehr Lametta. Ich habe bei BILD TV Live im Interview erklärt, warum #allesdichtmachen die beste Aktion seit langem war. Witzig, geistreich und nötig. Hier geht es zum Video:

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Merkel warnt vor „ungeimpften Kindern“, aber wer warnt Armin Laschet?

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt heute vor Schulbetrieb mit "ungeimpften Kindern" im Herbst. Hier wird ernsthaft in die Diskussion eingebracht, ein geregelter Schulbetrieb könnte nur stattfinden, wenn nicht nur die Senioren und die Risikopatienten, nicht nur die Erwachsenen insgesamt geimpft sind, sondern erst wenn auch alle Kinder durchgeimpft sind. Also am Sanktnimmerleinstag, denn es existiert ja nicht einmal eine Impfung für Kinder, selbst wenn man sie wollte und das sollte auch noch extra geklärt werden. Man muss sich in diesem Land ja neuerdings mit inhaltlichen Triggerwarnungen ständig präventiv erklären, um nicht automatisch und ohne Umweg in die Ecke unbelehrbarer Idioten…

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Das kann die doch nicht einfach so sagen! – Doch kann sie.

Schon wieder ein Buch das man kaufen muss. Der großen Cora Stephan ist mit LOB DES NORMALEN nicht nur eine Hommage an uns alle gelungen, die ganz Normalen dieses Landes, ja die absolut stinknormalen Durchschnittsmenschen, die morgens aufstehen und zur Arbeit gehen, ihre Kinder anständig großziehen, Steuern zahlen, noch wissen, dass Rukola früher Rauke hieß. An all jene, die nicht etwa in der Hauptstadt auf einem bunten Sessel sitzend bei veganem Knabbergebäck die fünfte Dating-App programmieren, sondern noch diese ganz normalen Berufe haben, wie Lehrer, Krankenschwester, Installateur und Schreiner, an die korrekten Sachbearbeiter, die Schrebergartenbesitzer, die Häuslebauer und Sparer, weil…

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Mensch, Esther

Als 1975 im deutschen Fernsehen der legendäre Showdown „Alice vs. Esther“ im WDR stattfand, wurde ich gerade erst geboren. Am erstaunlichsten ist aus heutiger Sicht, dass Schwarzer und Vilar es geschafft hatten, 45 Minuten hart zu diskutieren, ohne sich zu prügeln oder abzubrechen und das ohne Moderation! Schon damals der Vorwurf: „Sie sind nicht nur Sexistin sondern auch Faschistin“.  Diese Vilar war einfach unerhört! Und so passt der Titel von Alex Baurs sprachgewaltiger und nahezu liebevoller Biografie recht gut: „UNERHÖRT“. Der Wortsinn darf ruhig doppeldeutig stehen bleiben, denn bis heute hat man Esther Vilar und ihre Thesen vom dressierten Mann…

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Bettina Röhl räumt den Mythos Meinhof auf

Das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe und ich lese ständig wirklich gute Bücher. Bettina Röhl räumt in "Die RAF hat euch lieb" ein für alle mal mit dem "Mythos" Meinhof und RAF auf. Eine Monsterarbeit an Recherche lässt das Buch erahnen, unzählige Originalbriefe von Meinhof und die unbestechliche Erinnerungen zweier Kinder, in deren Wohnzimmer die RAF gegründet wurde, über ein Mutter, die in dieser Rolle unfassbar versagt hat und stattdessen Revolution spielte und ihre Kinder bereit war lieber in einem palästinensischen Waisenkamp verrotten zu lassen, als dass der Vater sie bekommt, und dazu eine messerscharfe Analyse der…

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#Gendergaga – Oder: Die Rückkehr von Gräfin Voldemort

Sagen Sie jetzt nichts! Schon gar nicht meinen Namen. Ich bin sicher, sobald in den gendersensiblen Fluren des Fachblattes „Journalist“, das aus emanzipatorischen Gründen neuerdings auch  „Journalistin“ heißt, der Name Birgit Kelle ausgesprochen wird, beginnt es Blut zu regnen, die Mächte der Finsternis rotten sich zusammen und das Auge von Mordor richtet seinen Blick unerbittlich mitten in die Abgründe der Redaktionsräume, um den Untergang des richtigen Haltungsjournalimus final einzuleiten. Und so kann man verstehen, dass die aktuelle Kolumne über Floskeln im Journalismusbetrieb von Sebastian Pertsch und Udo Thile zwar den Buchtitel meines Bestsellers GENDERGAGA trägt, wir aber statt inhaltlicher Auseinandersetzung…

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Recht auf Kindheit statt Kinderrechte

Jetzt Kinderrechte voranzutreiben ist politischer Realitätsverlust Wie weit abgehoben muss eine politische Klasse bereits von den Nöten und Sorgen normaler Familien entfernt sein, um mitten in einer Pandemie ein sinnfreies Projekt wie „Kinderrechte in die Verfassung“ voranzutreiben?Seit Montagmorgen sitzen schon wieder Millionen Kinder zu Hause und bekommen nicht einmal einen vernünftigen Unterricht garantiert in diesem Land. Wir verlangen von Millionen Eltern schon wieder, dass sie die Planlosigkeit ihrer Schulbehörden ausbügeln, die es auch nach 10 Monaten Pandemie nicht einmal geschafft haben ein verbindliches Konzept für Fernunterricht einzurichten und jetzt kommt man uns mit Kinderrechten? Wir haben eine Bildungsministerin in unserem…

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Ach du liebe Gött*In

Mitten in die gar nicht so recht aufkommen wollende Adventsstimmung wagt die Geschlechterdebatte einen neuen Vorstoß innerhalb der christlichen Kirchen. Diesmal betrifft es nicht die Verteilungskämpfe zwischen männlichem und weiblichem Bodenpersonal, sondern Gott und Sohn gleich selbst. Die göttliche Männlichkeit steht am Pranger. Was in der realen Welt als Dauerproblem feministisch dekonstruiert wird, kann vor dem Himmel nicht Halt machen. Der Genderstern von Bethlehem erobert also die phantasiebegabten Köpfe kirchlicher Funktionäre. Man müsse weg vom einem Gottesbild des „strafenden, alten weißen Mannes mit Bart hin zu einer Gottes*Vielfalt“ forderte pünktlich zum Krippenfest die Katholische Studierende Jugend (KSJ). Der Gott mit…

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Cancel Culture wie aus dem Lehrbuch

Seit Tagen werden bei Twitter alle meine Tweets zu den Morden in der Basilika Notre Dame in Nizza als "Hatespeech" gemeldet. Gestern nun wurde es absurd. Noch am 31. Oktober war dieser Tweet laut Twitter nach Prüfung nicht zu beanstanden, einen Tag später am 1. November, wurde der identische Tweet gelöscht, weil er jetzt doch gegen "Regeln und Gesetze" verstoße. Beidesmal bezieht sich die Twitterlöschkolonne auf dieselben Regeln und Gesetze. Das ist kafkaesque. Der Tweet hatte weit über 2000 Likes, war viele hundert mal geteilt. Und ich würde es wörtlich wiederholen, auch wenn es nicht allen gefällt. Denn Christen in…

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