Eltern als Gesundheits-Gefährder ihrer Kinder? – Oder: Warum kommt gerade jetzt ein neuer Anlauf auf die Kinderrechte in die Verfassung?

Erst vor einer Woche habe ich an dieser Stelle gewarnt, dass Eingriffe in die Elternrechte gerade in Corona-Zeiten zunehmen und die mögliche Einführung von "Kinderrechten in die Verfassung" dieser Tendenz rechtliche Legitimation verschaffen würde.Jetzt wird es tatsächlich ernst: Die Regierungs-Koalition nimmt mitten in Corona Pandemie neuen Anlauf zur Verwirklichung des Zieles „Kinderrechte in die Verfassung“ – Hofft man etwa, das Thema unter dem Radar ernsthafter Probleme vorantreiben zu können, ohne dass jemand das groß bemerkt? Der Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD beschloss vorgestern, am 25. August 2020, erneut eine Arbeitsgruppe einzusetzen, bestehend aus Regierungsmitgliedern sowie Fraktions- und Parteimitgliedern, damit…

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Corona: Wenn der Staat dir das kranke Kind wegnehmen will. Oder: Ich garantiere für nichts

Die Vorstellung des ordentlichen, deutschen Verwaltungsbürgertums über Corona-konforme Kinderprivathaltung entspricht offenbar dem Schema, dass Eltern nicht etwa Erziehungsberechtigte sind und die eigenen vier Wände auch kein privater Raum, sondern dass auch hier der verlängerte Arm des Staates das Sagen hat, wenn der Staat anordnet, wie der brave Bürger unter Coronaverdacht sich zu verhalten habe. Konkret haben sich mehrere Gesundheitsämter in Baden-Württemberg, in Mecklenburg-Vorpommern und auch in Hessen offenbar genötigt gefühlt, in einem Rundschreiben Eltern von Kinder zwischen 3 und 11 Jahren nicht nur Vorschriften zu machen, wie sie mit einem Kinder unter Coronaverdacht (!) zu Hause zu verfahren hätten, sondern…

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Gute Bürger – Schlechte Bürger

Wissen wir schon, wie hoch die Einnahmen am Wochenende in Berlin waren durch die sicher zahlreichen Bußgelder wegen Verstöße gegen #Corona-Abstandsregeln? Ich frage für alle Eltern, deren Kinder seit Monaten nicht in Kita und Schule dürfen, weil es ja zu gefährlich ist. Für die Autoren wie mich, deren Lesungen abgesagt wurden, weil keine 30 Leute sich treffen dürfen. Für die Gastronomen, die immer noch mit zahlreichen Auflagen belegt sind. Für die Veranstalter, die insolvent sind. Für die vielen kleinen Selbständigen, die ihr Gewerbe einstellen mussten und teilweise nie mehr wiedereröffnen werden. Als ich in den Nachrichten und bei Twitter die…

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Kollateralschaden Kind – Wenn die Lieferketten der „Leihmutterschaft“ unterbrochen sind

Der Kollateralschaden der Reproduktionsmedizin ist elternlos: Rund 500 Neugeborene warten derzeit offenbar in der Ukraine darauf, von ihren „Bestellern“ abgeholt zu werden, die aufgrund von Corona-Reisebeschränkungen nicht ins Land einreisen können. Die Lieferketten sind nicht nur bei sonstigen Waren des täglichen Gebrauchs weltweit unterbrochen, auch dort, wo der Mensch durch die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin in fremden Bäuchen gebrütet und als begehrtes Objekt gehandelt wird, wird er eben auch so behandelt: Als Objekt. Bestellt und nicht abgeholt. Eine der zahlreichen Reproduktionsunternehmen der Ukraine, BioTexCom, hat ein Video aus dem firmeneigenen Hotel in Kiew online gestellt, um in farbenfrohen Pastellbildern zu versichern,…

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Tante Juttas Gespür für Frauen

Die Anne Will hatte wieder ein überraschendes Thema und ganz neue Gäste am Sonntag in ihrer Talkrunde: Corona-Krise und Robert Habeck. Gleich zwei Gründe, um einfach früher schlafen zu gehen, das ist ja auch gesund. Und oft reicht es inzwischen völlig aus, sich am nächsten Morgen die TV-Kritiken und Twitter-Wortfetzen anzuschauen, um die Bestätigung zu bekommen: Es war richtig, den Schönheitsschlaf nicht zu vernachlässigen. Heute Morgen tat es mir dann doch ein bisschen leid, weil ich eines der unterhaltsamsten Feminismus-Orakel verpasst hatte: Jutta Allmendinger. Sie ist eine meiner Lieblingssoziologinnen, hatte uns das Schicksal doch bereits vor über zehn Jahren einmal…

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Altruismus in Pandemie-Zeiten, oder: Schöner sterben mit Corona

Stirb schneller und sei davor bitte noch nützlich. Wir sterben alle sowieso, könnten wir da nicht unsere Familien, das Gesundheitswesen und die Gesellschaft von unserer kranken Anwesenheit vorzeitig entlasten, uns freiwillig zum sozialverträglichen Frühableben entscheiden und davor heldenhaft nützlich für den Rest der Gesellschaft sein? Der Frage gingen in aktuellen Corona-Zeiten Julian Savulescu and Dominic Wilkinson an der Universität Oxford nach, und haben ein paar Vorschläge ausgearbeitet zum Thema „Extremer Altruismus in Zeiten von Pandemien“, nachzulesen auf dem Blog der Journal of Medical Ethics. Natürlich wollen sie niemanden zwingen, noch schnell zum Helden zu werden, bevor er stirbt. Die Menschen…

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Fremdschämen für Einsteiger

Es ist dieser Tage nicht immer einfach, bei der morgentlichen Zeitungslektüre den eigenen Kaffeebecher nicht vor Schreck über die Tastatur zu kippen, weswegen meine Tasse jetzt ab sofort auch einen Mundschutz bekommt, um Schlimmeres zu verhindern. Es ist auch wirklich nicht fair vom Magazin der Stern, dass sie ganz heimlich und ohne Triggerwarnung von Boulevard direkt auf Hofberichterstattung der Regierung umgeschaltet haben. Und so musste ich völlig unvorbereitet heute diese Zeile lesen: Bevor Sie sich jetzt den Text antun, wovor ich ausdrücklich warne, gebe ich hier eine kurze Zusammenfassung in einer Versform, die zumindest jenen bekannt vorkommen dürfte, die sich…

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Jakob, Jubelperser und Ich – Oder: ein Leben im Öffnungsdiskussionsorgien-Modus

Ob ich jetzt zum Jubelperser von Jakob Augstein werde, erreichte mich vor wenigen Tagen die Frage von einem geschätzten Kollegen, nachdem ich bei Twitter kundgetan hatte, dass ich mich langsam zu einem Fan des linksintensiven Verlegers und Hobbygärtners Augstein entwickle, weil er wie kein anderer Kollege in den Medien von Anfang an und beharrlich die Frage der eingeschränkten Bürgerrechte gebetsmühlenartig in die Diskussion trägt. Glauben Sie mir, mein verwirrendes Augstein-Groupieverhalten macht mir selbst mehr Sorgen, als es anderen machen sollte. Deswegen auch meine Erkenntnis, dass diese Corona-Krise ein echt gefährliches Ding sei. Schon als ich mich zu Beginn der angeordneten…

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Auferstehung ganz ohne Genehmigung

Beschimpfung, Frust und Segen – zusammengefasst sind das die Reaktionsvarianten, die extrem zahlreich auf meinen Blog zur geschlossenen Kirche auf verschiedenen Wegen bei mir ankamen. Lassen wir die üblichen Kirchen-Bashing-Kommentare bei Twitter weg. Menschen, die sich noch nie mit dem Glauben befasst haben, sondern immer nur draufhauen, egal wo Kirche draufsteht und egal zu welchem Anlass, sind nicht satisfaktionsfähig. Fast scheint es, als seien manche von ihnen frustriert gewesen, dass sie nicht wie sonst alljährlich gegen das Tanzverbot am Karfreitag vorgehen können und nun gar nicht wissen wohin mit ihrem Kirchenhass angesichts eines Tanzverbotes, das ganz profan durch einen Virus…

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